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Laut Chip.de sendet Daemon Tools Lite, mit welchem man unter anderem gecrackte Spiele mounten und installieren kann, Informationen über gemountete Iso-Dateien an eine Datenbank.

Wer hat wann welches ISO gemounted? Daemon Toolsspeichert jede Ihrer Aktivitäten und schickt die Daten zusammen mit Ihrer IP-Adresse an den Tracking-Dienst MountSpace. Das können Sie der Software zwar verbieten, sie tut es allerdings trotzdem.Daemon Tools: Gemounted, geschnüffelt, gesendetDie populäre Software Daemon Tools ist dafür bekannt, dass sich damit jede beliebige Image-Datei mounten lässt. Weniger bekannt ist die Software für Ihre Datensammelwut: Daemon Tools speichert jedes einzelne Image, das Sie jemals gemounted haben und schickt diese Information zusammen mit Ihrer IP-Adresse an den Web-Service MountSpace. Bei MountSpace handelt es sich um die offizielle Statistik-Seite von Daemon Tools. Hier werden die beliebtesten ISOs inklusive der genauen Dateinamen aufgelistet, auch über die tägliche Userzahl sowie die Anzahl der neuen Nutzer pro Tag kann man sich hier informieren. In den falschen Händen bergen diese gesammelten Daten ein erhebliches Risiko für die Nutzer.Besonders problematisch: Daemon Tools versendet die Informationen auch, wenn der User sich bei der Installation ausdrücklich dagegen entschieden hat. Denn die Option “Don’t allow MountSpace to use my mount statistics” sagt im Grunde ja schon alles: Sie verbieten damit lediglich die Verwendung Ihrer persönlichen Mount-Statistik für die umfassende User-Statistik auf der MountSpace-Seite. Gesammelt werden Ihre Daten trotzdem. Und dass Ihre Daten so oder so versendet werden, können Sie ganz leicht nachprüfen.


ImageInfoCache: Hier werden die Daten gesammelt.

Was weiß Daemon Tools über Sie?

Um zu überprüfen, welche Daten Daemon Tools über Sie bereits gesammelt und an MountSpace geschickt hat, öffnen Sie den Windows Explorer und wechseln Sie ins folgende Verzeichnis: %AppData%\DAEMON Tools Lite\ImageInfoCache. Am besten kopieren Sie den Pfad einfach und fügen Ihn in die Eingabezeile des Explorers ein. Im “ImageInfoCache” finden Sie .dat-Dateien, in denen sämtliche Informationen gespeichert sind. Die .dat-Files öffnen Sie am besten mit einem Texteditor, beispielsweise Notepad. Das Löschen dieser Informationen hat natürlich keine Auswirklungen auf bereits versendete Daten.

Provisorische Lösung: MountSpace blocken

Um die Datensammelwut der Daemon Tools auszubremsen, haben Sie zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit liegt im Blocken der von den Daemon Tools angesteuerten MountSpace-Server-Adressen. Blockieren Sie in Ihren Firewall-Einstellungen die IP-Adressen 212.117.184.51 und 212.117.185.149.

Die beste Alternative: Virtual Clone Drive

Die zweite Möglichkeit ist etwas radikaler, aber zu 100 Prozent effizient: Deinstallieren Sie Daemon Tools und installieren Sie sich eine Alternative, die Sie – zumindest nach momentanem Kenntnis-Stand – nicht ausspioniert. Wir empfehlen Ihnen Virtual Clone Drive.


EULA: Im Endbenutzer-Lizenzvertrag ist kein Platz für “Privacy”.

Datenschutz Fehlanzeige

Die User, die tatsächlich den Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) von Daemon Tools gelesen haben, lassen sich vermutlich an einer Hand abzählen. Dabei wäre das in diesem Falle keine schlechte Idee gewesen: Denn im EULA wird klar, dass Daemon Tools es mit dem Datenschutz nicht so genau nimmt. Das Wörtchen “Privacy” taucht in der Textwüste ganze zwei Mal auf – und selbst an diesen Stellen geht es nicht um die Privatsphäre des Nutzers.

CHIP Online meint:
Höchste Zeit für das native Mounten in Windows 8, möchte man fast sagen. Aber dass Windows gerne mal nach Hause telefoniert, ist jetzt wirklich keine Überraschung. Dass die Daemon Tools dasselbe tun hingegen schon. Daemon Tools weiß, was Sie letzten Sommer gemounted haben – und wenn die falschen Leute anfangen, sich ebenfalls dafür zu interessieren, weiß es vielleicht auch bald der Staatsanwalt. Angesichts der Kino.to-Klagewelle, die gerade über die deutschen Nutzer hereinbricht, sind viele User sowieso schon vorsichtig geworden. Die Luft wird dünner im Internet.

Quelle: Chip.de

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